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Ahnenforschung? Wozu denn das? Was bringt es, wenn ich in der Vergangenheit wühle? Oder, auch schon gehört, man soll die Toten ruhen lassen! Stellst Du solche Fragen so rate ich Dir, bleib mal auf dieser Seite und sieh Dir die 'Sammlung' an, besuche vor allem weitere im WWW. Es kann dann sein, dass Du vom Bazillus Familienforschung sehr rasch infiziert wirst und ich garantiere: Von dieser Krankheit willst Du nie mehr geheilt werden. Es ist die einzige Krankheit die sich positiv auf Deine Gesundheit auswirkt, denn die Ergebnisse werden Dich beglücken!

Wir schliessen unseren Toten die Augen, sie aber, sie öffnen uns erst die Augen.

Was ist das genau, Familienforschung? Die meisten Menschen wollen irgend wann mal über ihre Herkunft mehr wissen. Schon die Frage: Papa, wer war denn dein Papa und was machte der, ist der erste, bescheidene Familienforschungs-Beginn. Familienforschung (Genealogie) ist also das Erheben, Sammeln, Auswerten von (Lebens)-Daten der Vorfahren und deren Einbettung in eine Familiengeschichte (denn das reine Sammeln der Lebensdaten kommt dem blossen Sammeln von Grabsteinen gleich, schrieb im 18. Jahrhundert Joh. Christoph Gatterer, Geschichtslehrer zu Göttingen). Leider begnügen sich viele Freunde der Genealogie mit der Erforschung der eigenen (Namens)Familie. So reizvoll es sein mag, Daten von Hinze und Kunze zu erheben, ein Abbild unserer Herkunft geben uns nur alle Vorfahren, denn jeder Mensch stammt von Vater und Mutter ab. Diese ihrerseits haben wieder ihre Väter und Mütter. Erst sie alle bilden das ganze Wurzelgeflecht und suchen wir nach ihren Spuren, betreiben wir  eine erweiterte Familienforschung, die Ahnenforschung. Auch bei ihr sollten die erhobenen Namen und Daten in eine Gesamtschau, eine Geschichte eingebettet werden.

Was will diese Homepage? Sie will Auskunft geben über meine erforschten Vorfahren und 'diese zur Verfügung stellen'. (Vorerst in Form eines Namensregisters - in Arbeit befindet sich die Erfassung der Ahnen mit Detailangaben für diese Homepage). Sie will so Kontakte knüpfen und Hinweise anderer Forscher bekommen. Sie will zum Einstieg in dieses schöne Hobby anregen. Sie hat ihren Ursprung in meiner Freude an der Geschichte, speziell der Familiengeschichte. Deutlich distanziere ich mich aber von jeglicher Form der Ahnenforschung gem. H. H.'s Gesellschaft Das Ahnenerbe e.V., 1935.

Wie gehe ich vor als Anfänger der Familienforschung? Voraus eine Warnung: Vergiss Seiten die Dir versprechen, nach Einsenden Deiner Daten würdest Du Angaben zu Deiner Familie und Dein Wappen bekommen (Vorauszahlung nur 50 Euro!). Haben Deine Vorfahren ein Wappen geführt, so ist Dir dies mit Sicherheit bekannt. Du wendest ein: Da gibt es doch europäische Wappenbücher, oder wie die sonst noch heissen, da muss man mein Wappen nur noch finden! Schlichtweg Käse. Europäische und staatliche Stellen für Wappenregistrierungen gab es nie und gibt es nicht. Und wenn  Du in einem Wappenbuch von 1850 das Wappen Meier findest, so darfst Du, nur weil auch Du ein Meier bist, dieses Wappen nicht übernehmen ohne nachweisen zu können, dass Du direkt von jenem wappenführenden Meier abstammst. Du kannst Dir  aber jederzeit ein Wappen zulegen, es selbst entwerfen, sofern Du die heraldischen Regeln einhältst; seriös ist dies aber erst, wenn Du Deine Familie, mindestens in der Stammlinie, erforscht hast. Ist Deine Famillie schon 'bearbeitet', so findest Du mit etwas Glück im WWW, in Bibliotheken oder bei genealogischen Vereinigungen Angaben dazu.  Findest Du keine Publikation, so heisst dies: Die Knochenarbeit selbst übernehmen und dann das Ergebnis veröffentlichen (Horror aller Genealogen sind Forscher die ihre Arbeiten sorgsam geheim halten, - und ihre Erben werfen dann die Notizen ins Altpapier).
In der Verwandtschaft beginnen. Dokumente sammeln (Opa's Ahnenpass?). Personen auf Fotos identifizieren. Oma wieder mal im Altersheim besuchen und Löcher in den Bauch fragen. Fachliches im Buchhandel, im Internet (GenWiki, Wikipedia), in Bibliotheken erwerben oder einsehen. Werde Mitglied bei Familienforscher-Vereinigungen (es  gibt 'unzählige'), mit Vorteil bei jenen, die im Herkunftsgebiet Deiner Familie arbeiten. Viele haben Versammlungslokale mit Fachbibliotheken oder sind sehr informativ im Internet vertreten. Also: Suchen, suchen, suchen und sammeln - es ist dies der Beginn jeglicher Genealogie.
Bist Du so weit, dann bist Du bei uns im Kreis der Angefressenen angekommen. Es kann Dir nichts mehr passieren. Hast Du die Fachliteratur konsumiert, bist Du Mitglied bei einer Vereinigung, dann weisst Du alles von Bewilligungen, Datenschutz, Darstellungsformen wie Stammbaum und Ahnentafel (um nur diese zwei zu nennen), Ahnenbezifferung (s.u.), genealogische Zeichen, Lesen alter Schriften, Heraldik, Latein, Geschichte der Länder und Orte bis  zu ....

Das Wort Ahne ist althochdeutscher Herkunft mit der Bedeutung Vorfahr. Im Späthochdeutschen dann auch ano für Grossvater, ana für Grossmutter. Grundlage war wohl ein altes Lallwort. Diesen Vorfahren nachzugehen, sie der Vergessenheit zu entreissen - was uns eine Ehre sein soll - nennen wir Ahnenforschung.
Da jeder Mensch zwei Elternteile hat und diese wiederum ihre Eltern haben, verdoppeln sich in jeder Generation die Vorfahren. Für 44 Generationen sieht dies, von eins weg durchnummeriert, so aus:

 

Generation Zahl links: Ahnenanzahl in der entsprechenden Generation
44 17'592'186'044'416 - 35'184'372'088'831
43 8'796'093'022'208 - 17'592'186'044'415
42 4'398'046'511'104 - 8'796'093'022'207
41 2'199'023'255'552 - 4'398'046'511'103
40 1'099'511'627'776 - 2'199'023'255'551
39 549'755'813'888 - 1'099'511'627'775
38 274'877'906'944 - 549'755'813'887
37 137'438'953'472 - 274'877'906'943
36 68'719'476'736 - 137'438'953'471
35 34'359'738'368 - 68'719'476'735
34 17'179'869'184 - 34'359'738'367
33 8'589'934'592 - 17'179'869'183
32 4'294'967'296 - 8'589'934'591
31 2'147'483'648 - 4'294'967'295
30 1'073'741'824 - 2'147'483'647
29 536'870'912 - 1'073'741'823
28 268'435'456 - 536'870'911
27 134'217'728 - 268'435'455
26 67'108'864 - 134'217'727
25 33'554'432 - 67'108'863
24 16'777'216 - 33'554'431
23 8'388'608 - 16'777'215
22 4'194'304 - 8'388'607
21 2'097'152 - 4'194'303
20 1'048'576 - 2'097'151
19 524'288 - 1'048'575
18 262'144 - 524'287
17 131'072 - 262'143
16 65'536 - 131'071
15 32'768 - 65'535
14 16'384 - 32'767
13 8'192 - 16'383
12 4'096 - 8'191
11 2'048 - 4'095
10 1'024 - 2'047
9 512 - 1'023
8 256 - 511
7 128 - 255
6 64 - 127
5 32 - 63
4 16 - 31
3 8 - 15
2 4 - 7
1 2 - 3

Proband

1

 

Erläuterung: Die Nummer 1 bist Du (oder jede beliebige Person von der aus die Liste beginnt; im Fachjargon Proband genannt). Die Nummer 2 in der 1. Generation (die Zählung beginnt stets bei den Eltern des Probanden, dieser selbst kann nicht 'Generation sein') ist Dein Vater, Nummer 3 Deine Mutter. Nummer 4 in der 2. Generation  ist Dein Grossvater und die 5 ist seine Frau, Deine Grossmutter. Nummer 6 ist der Vater Deiner Mutter, also Dein Grossvater mütterlichseits und die Nr. 7 ist Deine Grossmutter mütterlicherseits. Mit Nr. 8 beginnt dann die Urgrosselterngeneration (bis Nr. 15). Diese sinnvolle Nummerierung hat der Genealoge Stephan Kekule von Stradonitz (nicht erfunden, wie oft behauptet) ab 1898 populär gemacht.  Jeder Mann erhält eine gerade, jede Frau eine ungerade Zahl (Ehefrauen um 1 höher wie die Zahl  ihres Mannes). Für jede Person in einer Ahnenliste lässt sich deren Vater durch verdoppeln der Ahnenziffer oder deren Nachkommen durch halbieren derselben ermitteln (also Vater von 30 ist 60  und Nachkommin, gezeugt mit 31, ist die Tochter 15; diese wiederum hat zusammen mit 14, ob verehelicht oder nicht, die Nachkommin 7).
Wenn nun also jeder Mensch in der 19. Generation vor ihm eine Million Vorfahren erreicht hat (in der 29. die Milliarde, in der 39. die Billion!), so heisst dies doch,  dass damals bedeutend mehr Menschen wie heute gelebt haben? Weil dies nachweislich nicht so ist, liegt die Erklärung darin: Wir haben mehrfach in unterschiedlichsten Generationen die gleichen Vorfahren - wir sind alle miteinander verwandt. Die Ahnenanzahl stimmt zwar mathematisch genau - sie besteht aber nicht aus gleich vielen Individuen. Nachkommen eines Paares werden sich, oft nach Generationen und ohne von der gemeinsamen Herkunft zu wissen, erneute verbinden. Deren Kinder stossen so über Vater und Mutter zu den gleichen Vorfahren vor. Heiraten Vetter und Base haben beide bereits ein identes Grosselternpaar - die Ahnengleichheit (die oft verwendeten Begriffe Ahnenschwund und Ahnenverlust lehne ich ab, da diese Ahnen ja nicht verschwinden und erst recht nicht verloren gehen) beginnt hier früh und setzt sich dann über alle Generationen fort.

PS. Wenn Du über einzelne Ahnenlinien bis zur 44. Generation vorgestossen bist, so bist Du etwa im Jahre 800 bei Karl dem Grossen, dem pater europae, angelangt.

Gestatte bitte noch Bemerkungen zur Homepage, zum Gästebuch und zu mir: Ich bin Schweizer, Modell 1948 (bin an beiden Umständen unschuldig) und betreibe dieses Hobby seit dem 16. Lebensjahr. Ich habe mich bemüht, anständiges Deutsch zu schreiben, man beachte aber bitte, dass die Schweiz, von Duden abgesegnet, z.B. das SZ nicht kennt. Ich bin dankbar, wenn man mich mittels E-mail auf Fehler hinweist. Zum Gästebuch(1): Eine rege Benutzung ist erwünscht, verzichte aber bitte auf Blabla-Einträge 'schöne Site ha ha ha' (hab ich wirklich mal so gelesen!). Ein netter Gruss ist aber immer willkommen. Stell Deine Forschungen, Deine eigene HP vor. Stell mir Fragen, appelliere an meine Hilfe; wo ich kann und falls ich nicht überfordert werde, werde ich diese nicht versagen. Bei Fragen bezüglich Deiner Schweizer Vorfahren folgende Anmerkung: Es ist gut eine schweizerische Besonderheit zu kennen, das dreifache Schweizer Bürgerrecht. Schweizer/-innen sind Staatsbürger, Kantonsbürger und Gemeindebürger. Das Ideale dabei ist nun, dass, egal wo Schweizer geboren werden, sich verehelichen und sterben, dies am Gemeindebürgerort registriert wird. Schweizerfamilien, deren Vorfahren und Nachkommen im Mannesstamm können also in einem Aufwisch an ihrem Bürgerort erforscht werden (Spezialfälle und Einzelprobleme sind in dieser grundsätzlichen Aussage nicht berücksichtigt). Erkundigst Du Dich also nach einem Schweizer, gib Bürgerort und Kanton an (da es gleichnamige Orte in mehreren Kantonen gibt). Auch in der Schweiz verhindern Datenschutzgesetze vieles. Anfragen über nach 1900 Geborene sind leider kaum zu beantworten.

(1) Zugang a.d. Begrüssungsseite links; oder wenn Du's diskreter haben willst, so nutze meine E-mail, (damit Mails nicht ungelesen gelöscht werden, bitte ich um sachbezogene Einträge in die Betreff-Zeile).

 

 

 

Wappen(2) Tanner von Hölstein.
Führungsberechtigt: Nachkommen im Mannesstamm des Stammgründers(3)
Niklaus Tanner-Sutter, 1769 - 1846, von Reigoldswil, seit 1809 von Hölstein.

Da der FN Tanner ein Herkunftsname ist, der erste Träger wohnte bei einer markanten Tanne, am/im Tann = alte Bezeichnung für das heutige 'Wald', in einem Haus mit dem Namen Tanne, oder er kam aus einem Ort, ab einem Hof, einer Flur namens Tann, war eine Tanne als redendes Wappenbild selbstverständlich.

 

(2) Blasonierung: In grün verbreiterter goldener Pfahl. ausgerissene grüne Tanne, roter Stamm. Helmzier grüne Tanne. Helmdecke grün, gold

(3) Überprüfbar mit: Tanner, Werner: Stammliste des Baselbietergeschlechts Tanner. Bürger der Gemeinden Basel-Olsberg (ausgestorben), Reigoldswil (seit ca. 1640), Hölstein (seit 1809). 2. A 1998, Exemplare zur Einsicht: Landesbibliothek Bern, Staatsarchiv Basel-Land Liestal oder E-mail a.d. Verfasser; im Ausland: Deutsche Nationalbibliothek Leipzig (dort 1. Auflage 1978).

 

 


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